Kunst vom Blitz getroffen

Kunst vom Blitz getroffen

Bei manchen Künstlern würde der Spruch „Kunst vom Blitz getroffen“ Verärgerung auslösen und man flöge aus der Ausstellung. Bei Guiseppe Penone ist der Ausspruch Wahrheit und Bewunderung. Sein Skulpturen, meist aus Bronze, sind lebensgroß und sind eine künstlerische Interpretation der Natur. Stehen sie nicht an einer exponierten Stelle, fallen sie dem schnell vorbeiziehenden Passanten kaum auf. Erst die intensive Betrachtung läßt den Betrachter die Feinheiten des 1947 geborenen Künstlers erkennen.

Und immer wieder taucht das Thema Baum in seinen Arbeiten auf. Schon sein erstes Werk von 1972 zeigte einen Baum mit einem Granitblock am unteren Ende des Stammes.  Und dieses Baumkunst hat er bis heute beibehalten. Eines seiner letzten Werke zeigt eine Eiche, vom Blitz getroffen, die aufgespalten pures Gold zeigt. Ein Symbol für unsere Natur und deren wirklichen Wert, denn wir Menschen vergleichen etwas kostbares immer mit Gold oder Edelsteinen. Kunst im freien Raum, die zum Nachdenken, zum Entdecken und zur Inspiration anregt, die ihrerseits die Natur als Vorlage hat ist die Passion von Penone. Die Natur gibt und die Natur nimmt.

Das Werk „Albero folgorato (Vom Blitz getroffener Baum)“  ist aus Bronze und Gold gefertigt. Die schwarze Rinde, die an das Feuer erinnert, dass nach dem Blitzeinschlag gewütet hat, die Holzstruktur mit den eizelnen sichtbaren Fasern und der einzige noch verbliebene Ast sind so täuschend echt nachgearbeitet, dass nur die goldene Farbe verrät, dass dieser Baum nicht echt sein kann. Großartig.

Einen weiterführenden Bericht zu seiner aktuellen Ausstellung in Amsterdam finden Sie hier.

Wandtapete Kriminal

Wandtapete Kriminal

Wandtapeten liegen voll im Trend. Also warum nicht mal eine Wandtapete kriminal mit einem Motiv, dass aus einem Streifen der 1970er Jahre stammen könnte sich an die Wand hängen. Das Bild erinnert mich an die Kriminal- & Agentenfilme der 60er und 70er Jahre, wo dunkle Gestalten ihre Opfer über Kopfsteinplaster jagten, in dunklen Hauseingängen sich verbargen und fades Licht die Straßen nicht wirklich erhellen konnte. Immer mit dabei waren Trenchcoat, Hut und eine Zigarette im Mundwinkel. Agenten spähten sich über die Straße hinweg aus und beim Zugriff wurden mit Sack über den Kopf und rein ins Auto meist kurzer Prozess gemacht. Selten waren irgendwelche Passanten unterwegs, was entweder an der Gegend lag oder an den etwas anderen Freizeitgestaltung vor 40 Jahren. So ein Motiv macht Abends mit der Beleuchtung im Wohnzimmer, wo sich bewegende Schatten auf das Motiv fallen und wieder verschwinden besonders viel Spass. Dazu noch die richtige Musik und ihre Nachbarn werden vermutlich häufiger klingeln und sich nach ihrem Zustand erkündigen.

Agatha Christie, Alfred Hitchcock, Frederick Forsyth sind nur einige Autoren und Regisseure, die mir sofort einfallen. Szenen wie diese waren aber nicht nur in den englischen oder deutschen Krimis vorhanden, auch Italien hatte große Filme rund um und über die Mafia rausgebracht.

Wir haben das Bild im Heimathafen Neukölln so aufgenommen wie ihr es seht. Die Laterne auf dem Hof war mit einer blauen Folie umhüllt und hat so diese wunderbare Farbe auf das Kopfsteinfplaster geworfen.

Was fällt Euch den so zu dem Bild ein? Wir freuen uns über jede Reaktion. Und für die größten Kriminalliebhaber würden wir das Bild auch als Vorlage für eine Wandtapete zur Verfügung stellen.

Eine wahre Fülle von außergewöhnlichen und intessanten Wandtapeten finden sie bei Glamora aus Italien- hier der Link www.glamora.it

 

Porzellan Volokhova

Porzellan Volokhova

Porzellan Volokhova – ist das noch Porzellan zur täglichen Nutzung oder sind das Skulpturen möchte man bei Anblick der Arbeiten von Maria Volokhova fragen. Auf jeden Fall ist es Kunst, die es bisher so noch nicht gegeben hat. Mario Volokhova, geboren in Kiev, geht beim Design von Porzellan ganz neue, eigene Weg und definiert unsere Tischkultur und die Art der Foodpräsentation vollkommen neu. Vermutlich von den überladenen Tafeln im Mittelalter inspiriert, fertigt sie Schalen, Schüsseln und andere Aufbewahrungsgefäße nach Tiervorbildern. Schweinköpfe, Lämmer mit offenen Bäuchen, Fischmäuler, Schafsköpfe oder Gänseflügel sind nur ein Teil des Spektrums. Alle diese Arbeiten entstammen Originaltieren und sind detailsgetreu bis in den letzten Winkel.

Ein so decorierter Tisch weckt Emotionen – er irritiert, entfacht Neugier, Ablehnung und Begeisterung wechseln hin und her. Die klaren Details, die wir so nur von lebenden Tieren kennen, erzeugen Mitleid, sind uns aber auch sehr vertraut. Manche halten es für geschmacklos eine Fischsuppe in einer Terrine zu servieren, die ein Fischkopf mit geöffnetem Maul darstellt andere sind schlicht sprachlos, wieder andere überwältigt.

Ihre Arbeiten gewinnen reihenweise Preise auf allen internationalen Designshows. Sie studierte und arbeitete schon in fast allen Teilen der Erde. Von Japan, über Ialien und die USA bis zu mehreren Stationen in Deutschland. So sind auch Ihre Arbeiten auch immer ein Stück Spiegel der Kulturen der Welt. Was auf der einen Seite der Welt als „normal“ ist, kann auf der anderen Seite schon sehr fremd und anstößig sein.  Sie lebt und arbeitet in Berlin. Unser Foto haben wir im Palazzo Michel in Venedig aufgenommen, wo sie Teil der diesjährigen ArchitekturBiennale ist. Vielleicht haben einige von ihnen die Kunstwerke von Maria Volokhova auch in Paris, auf der Maison & Objet gesehen.

Wer mehr über die Kunst von Maria Volokhova wissen möchte, dem empfehlen wir den Besuch eines Stores oder ihrer Webseite www.volokhova.com

Schattenspiele

Schattenspiele

Schattenspiele – machmal zeigt uns der Schatten mehr als wir bei Sonne sehen. Schattenspiele ist eine besondere Form eines Theater, wo Schatten auf eine beleuchtete Fläche fallen und eine Geschichte erzählen, so die Erklärung nach Wikipedia. Einen solche Geschichte haben wir mit nur einem Foto eingefangen. Was für eine Geschichte erzählt euch das Foto?

Wir sehen Paris, eine typisches Bistro, wo kleine runde Tische mit Thonetstühlen aus Holz davor stehen. Eine Dame mit Sonnenbrille im Haar und kleinem Yorkshire Terrier auf dem Schoß sitzt am Nachbartisch. Die Bedienung bringt dampfenden Cafe Ole‘ und frisches Baquette. Die Sonne scheint nicht mehr so warm an den letzten Tagen im August. Erste Blätter sind schon von den Linden gefallen. Der Wind weht schon etwas frisch um die Ecke ….

Eine andere Geschichte könnte lauten.

Eine Baustelle im Speckgürtel einer deutschen Großstadt. Die Wände sind verputzt, Baustrahler erhellen das Gebäude, weil die untergehende Sonne nicht mehr genug Helligkeit für die Handwerker spendet. Schattenspiele von einer einfachen Sitzgruppe an der Wand. Ein Klapptisch mit zwei unterschiedlichen Stühlen ist für eine kurze Pause aufgestellt. Ein selbst geschmiertes Brot mit Käse, eine Tomate und einen Pott Kaffee bringen die Kräfte dem Handwerker für die restliche Arbeit wieder zurück. ….

Schreiben Sie uns, was ihnen zu unserem Foto eingefallen ist. Wir freuen uns über ihre Posts und Feedbacks.

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