Kunst vom Blitz getroffen

Bei manchen Künstlern würde der Spruch „Kunst vom Blitz getroffen“ Verärgerung auslösen und man flöge aus der Ausstellung. Bei Guiseppe Penone ist der Ausspruch Wahrheit und Bewunderung. Sein Skulpturen, meist aus Bronze, sind lebensgroß und sind eine künstlerische Interpretation der Natur. Stehen sie nicht an einer exponierten Stelle, fallen sie dem schnell vorbeiziehenden Passanten kaum auf. Erst die intensive Betrachtung läßt den Betrachter die Feinheiten des 1947 geborenen Künstlers erkennen.

Und immer wieder taucht das Thema Baum in seinen Arbeiten auf. Schon sein erstes Werk von 1972 zeigte einen Baum mit einem Granitblock am unteren Ende des Stammes.  Und dieses Baumkunst hat er bis heute beibehalten. Eines seiner letzten Werke zeigt eine Eiche, vom Blitz getroffen, die aufgespalten pures Gold zeigt. Ein Symbol für unsere Natur und deren wirklichen Wert, denn wir Menschen vergleichen etwas kostbares immer mit Gold oder Edelsteinen. Kunst im freien Raum, die zum Nachdenken, zum Entdecken und zur Inspiration anregt, die ihrerseits die Natur als Vorlage hat ist die Passion von Penone. Die Natur gibt und die Natur nimmt.

Das Werk „Albero folgorato (Vom Blitz getroffener Baum)“  ist aus Bronze und Gold gefertigt. Die schwarze Rinde, die an das Feuer erinnert, dass nach dem Blitzeinschlag gewütet hat, die Holzstruktur mit den eizelnen sichtbaren Fasern und der einzige noch verbliebene Ast sind so täuschend echt nachgearbeitet, dass nur die goldene Farbe verrät, dass dieser Baum nicht echt sein kann. Großartig.

Einen weiterführenden Bericht zu seiner aktuellen Ausstellung in Amsterdam finden Sie hier.

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