Kornblume – Leider nicht für Zuhause

Die Kornblume ist leider keine typische Schnittblume und so eher selten in Sträußen oder Gebinden zu finden. Jeder kennt sie, der jetzt im August durch die reifen Kornfelder spaziert. Am Rand stehend, strahlt ihre blaue Farbe kontrastreich zu den gold-gelben Feldern. Dabei hat die Kornblume eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurück reicht. Als Heilpflanze fand und findet sie bis heute bei Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Husten, Fieber oder Akne Anwendung. Aber insbesondere bei Imkern ist die Kornblume sehr beleibt. Mit Ihrem Zuckergehalt von 34% ist dieses einjährige Wildkraut eine willkommene Futterquelle für die Bienen.

In den letzten Jahrzehnten hat bei den Bauern und Landwirten ein Umdenken stattgefunden. Der bedingungslose Einsatz von Pestiziden ist vorbei und so haben Kornblume, Mohn, Bärlauch oder Löwenzahn in den Saumbiotopen rund um die Felder wieder eine Chance. Leider müssen wir den Anblick der Kornblumen in der Natur genießen. Für Vasen oder Gärten ist die Blume mit dem gezackten Blütenblättern und den filzig behaartem Stengel nicht geeignet. Aber das muss kein Grund zum Bedauern sein. Führt es uns doch in die Natur, wo es weit mehr zu entdecken gibt als die Kornblume selbst.

Haltet einfach mal an, wenn ihr wieder an den gelben Feldern vorbeirast und genießt die blaue Farben auf gelben Hintergrund. Wir wünschen euch allen einen wunderbaren August mit vielen Entdeckungen in Flur und Wald.

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